1. Viel gegessen
2. Ein neues Zuhause und eine neue Familie bekommen
3. braun (rot) geworden
4. alles ausprobiert
5. gelernt, dass das Essen anders ist
6. brav zur Schule gegangen
7. eine Menge an Fotos gemacht
8. mehr als 100 x sim (ja) gesagt
9. bei 20° gefroren
10. so circa 100 Fragen über Deutschland beantwortet
11. im November den Sommer genossen
12. in einem VIP - Security - Auto gefahren
13. mit einem Wörterbuch auf anderen Sprachen unterhalten
14. Surfversuche gewagt
15. Horstbackriding
16. große Diskussionen über deutschen Fußball gehabt
17. über Witze gelacht ohne sie verstanden zu haben
18. Wörter gelernt ohne sie zu übersetzten
19. tagelang auf deutsch geschwiegen
20. Freunde aus aller Welt bekommen
21. einmal nein gesagt und dadurch meine Tante beleidigt
22. nie wieder nein gesagt
23. über den Tellerrand geblickt
24. im Monsun eine Parade gelaufen
25. festgestellt, dass das Papier länger ist - Hallo Regenwald
26. gesagt bekommen, dass deutsch wie japanisch klingt
27. aus versehen chlorhaltiges Leitungswasser getrunken
28. mit Fischen geschwommen
29. Brigaderos und Hot-Dogs an Geburtstagen gegessen
30. brasilianische Filme geguckt
31. Meiner Familie und Freunden deutsche Wörter beigebracht
32. in der Schule gemalt, gemalt, gemalt..
33. an Mathestunden ohne Taschenrechner verzweifelt
34. mich an die Schuluniform gewöhnt
35. eingesehen, dass ein paar Gramm mehr schön sind
36. religiöse Diskussionen gehabt
37. Kochversuche gemacht
38. wurde von einer Krabbe gebissen - Krabben gefangen
39. festgestellt, dass jeder Lehrer nur ein Fachunterrichtet
40. Kaschus gepflückt
41. Sachen mögen, die ich in Deutschland nicht mag
42. an brasilianischen Zungenbrecher gescheitert
43. immer einen Übersetzter bei mir, 24 h am Tag
44. zum Frühaufsteher rotiert
45. über Straßen gefahren, bei denen ein iPod Shuffle keine Chance gehabt hätte ein Lied 3 Sec. lang zu spielen
46. ein typisch brasilianisches Lied auf Klarinette gespielt
47. gereist und reisen geplant
48. einen Abend ohne Strom überlebt
49. Kuchen mit Käse gegessen
50. mich an Palmen gewöhnt
51. mutig ans Telefon gegangen
52. vier Brüder anstatt einer Schwester bekommen
53. tapfer die Tür geöffnet
54. Churrasco gegessen
55. Piranhas gefischt / gefüttert
56. Poolparty gemacht
57. den besten Ananastee getrunken
58. Unterschiede im Badezimmer festgestellt
59.Schokoladenpizza gegessen
60. drei Wünsche mit "fita" gemacht
61. seeehr oft die gleichen Fragen beantwortet
62. 98x Reis und Bohnen gegessen (schmeckt immer noch)
63. die Daily Soap verstanden
64. aus versehen in falschen Sprachen geantwortet
65. ein Alien als Haustier bekommen
66. es tagelang ohne Internet ausgehalten
67. eingekauft / geshoppt / Märkte besucht
68. täglich nur 4 / 5 h Schule gehabt
69. den einen oder anderen Witz verstanden
70. eine "Schokoladenfarm" besichtigt
71. mit Küsschen von Lehrern begrüßt worden
72. in der Küche neuste Variationen ausprobiert
73. gelernt fast fremden zu vertrauen und Vertrauen zu bekommen
74. festgestellt, das Büchereien voll von deutscher Geschichte sind
75. etwas gegessen, ohne zu wissen, was es genau ist
76. kein Sprudelwasser getrunken
77. festgestellt, dass nicht jeder Haushalt einen Regenschirm hat
78. so getan, als ob ich das Wort "Huhn" nicht kenne, damit mein pai anfängt zu gackern
79. Opfer der brasilianischen Pünktlichkeit geworden
80. Auf eine Hochzeit gegangen
81. Beiju und pao de queijo gegessen
82. gelernt, dass in Bahia die Uhren nicht umgestellt werden
83. in der ersten Schulwoche nicht verstanden was ich nicht verstehe
84. portugiesisch gelernt
85. viele Tiere gesehen
86. mit meinem pai Leuten angedreht, dass ich seine deutsche Tochter sei, die uns darauf unsere Ähnlichkeit bestätigten
87. exotische Früchte gegessen
88. einen Kinderovo (Kinderei)-schokoladen Milchshake getrunken
89. Wörter benutzt, ohne zu wissen, was sie heißen
90. 100 Mückenstiche bekommen
91. Cromusik in brasilianischer Werbung gehört
92. gelernt, dass die Räume tiefgekühlt werden
93. alleine den Flughafen in Sao Paulo gemanagt
94. ein Buch auf portugiesisch angefangen
95. brasilianische Tanzstunden genommen
96. beschlossen einen Kochkurs zu machen
97. auf portugiesisch geträumt
98. lange und weite Bus/-Autofahrten
99. Brasilien näher kennen gelernt
100. Habe ich schon die Strand besuche erwähnt?
Montag, 18. November 2013
Montag, 28. Oktober 2013
Ein Wochenende in Salvador
Für vier Tage mal eben 460 km fahren, für mich sehr brasilianisch.. Und ich hatte bereits ja schon einmal beschrieben, wie das Autofahren hier so abläuft. Aber ohne Spaß, nach so ca. 6 h brasilianischem Autofahren kann man Seekranker werden als auf einem Boot im Sturm. Eigentlich war ich sehr müde und wollte einen Großteil der Fahrt schlafen, wurde allerdings aufgehalten durch: Löcher in der Straße, Huckel, lautem und vielem Hupen, sehr scharfe Kurven, schnelle und ruckartige Überholmanöver und von meiner mae, die mir alle 5 min was zu Essen oder zu Trinken angeboten hat.
Durch diese Autofahrt habe ich gelernt, wofür dieses Etwas existiert:
Nein, es ist nicht als Mülleimer gedacht und nein glaubt mir, auch nicht um die Tür zu schließen, sondern als Sicherheitsgriff wenn der Fahrer mit 170 km/h einen Polizeiauto im Überholverbot überholt und man feststellt, dass der Fahrer des Autos gerade eine SMS schreibt.
Als wir dann am Abend im Apartment ankamen , wurde mir mitgeteilt, dass ich mir zwar mein Zimmer mit meinen Brüdern teilen müsse, aber das ich das Bett bekommen würde. Eigentlich sollte das ja kein Problem sein, aber in den Nächten veranstalteten meine Brüder so ein Schnarchkonzert, dass ich aufgewacht bin und erstmal nichtmehr einschlafen konnte. Am nächsten Morgen wurden wir wie immer zum Frühstück geweckt und aus irgendeinem Grund stand deutsche Geschichte auf dem Morgenprogramm. Aber was mich gewundert hat, war, dass meine paes erstaunlich viel wussten. Dafür, dass ich schonmal gefragt wurde, ob ich unseren Bundeskanzler Hitler denn mögen würde, war ich stolz auf meine Familie. Dannach fuhren wir quer durch Salvador und ein paar Ecken kamen mir schon bekannt vor wie zum Beispiel diese Kirche:
Die ganzen Bänder haben Touristen gebunden, mit drei Knoten und drei Wünschen sind sie befestigt. Und wenn sich das Band löst gehen die Wünsche in Erfüllung.
Wir fuhren weiter zu einem riesigem Einkaufszentrum "Shopping Salvador", das so riesig war, dass mein pai spottete, dass an einem Tag mehr Leute das Zentrum besuchen, als meine Stadt Einwohner hat. Zwar war das als Witz gesagt, aber da dieser Tag der Tag der Kinder war, vermute ich, dass ganz Schüttorf zweimal hätte rein und rausspazieren können. Das Shopping hatte einen bestimmten Sinn: Ein vornehmendes Kleid für meine mae und ehrlich gesagt, hätte ich den Vertretern des männlichenGeschlechtes etwas mehr Ausdauer zugetraut. Und ganz ohne Witz, ich hatte etwas mitleid mit meiner mae, da sie mir sagte, dass es immer so wäre. Aber als Strafe für ihre Ungeduld rächte sie sich mit dem Kauf von Anzügen an ihnen.
Am nächsten tag gab es Churrasco mit der gesamten Familie aus Salvador. Churrasco ist eine Art Grillen, allerdings wird nicht für jeden sein eigenes Steak gegrillt, sondern ein riesiger Fleischklotz. Mit diesem Klotz von Fleisch wir dann von Teller zu Teller gelaufen und wenn man diese Sorte Fleisch möchte, wird ein Stück frisch auf deinen Teller geschnitten. Da die gesamte Familie meines pais uns besuchem würde bereiteten meine mae und ich Beilagen vor. Wir machten ein Brot, was mit einem Dip bestrichen gebacken wurde. Der Dip bestand aus 300 g Mayonaise, 2-3 EL Butter mit Salz und Knoblauch. Wie war das nochmal mit dem Fitnessstudio?
Am letzten Tag fuhren wir nochmal in das Einkaufszentrum, welches übrigens das größte in Lateinamerika ist. Und es ist schon fast verrückt, denn beinahe hätte ich schreiben können, dass wir es mir einem neuem Hund verlassen haben. Am letzten Abend gab es Straganoff , was mich an meine deutschen Großeltern hat denken lassen, denn immer wenn sie Weihnachten kommen, wird Stroganoff gegessen. Vielleicht würden wir Weihnachten dieses Jahr auch hier verbringen, auf einem Tisch stand noc hein kleiner Fakeplastiktannenbaum mit Kunstschnee vom letzen Jahr.
Dann ging es am nächsten tag wieder zurück und obwohl der Großteil der Fahrt aus Stau bestand, ging sie mit etwas schlaf recht schnell vorbei.
Ich freue mich schon, wenn ich das nächste Mal herkommen kann und ehrlichgesagt, hat mich dieses Wochenende noch näher mit meiner Familie gebracht.
Durch diese Autofahrt habe ich gelernt, wofür dieses Etwas existiert:
Nein, es ist nicht als Mülleimer gedacht und nein glaubt mir, auch nicht um die Tür zu schließen, sondern als Sicherheitsgriff wenn der Fahrer mit 170 km/h einen Polizeiauto im Überholverbot überholt und man feststellt, dass der Fahrer des Autos gerade eine SMS schreibt.
Als wir dann am Abend im Apartment ankamen , wurde mir mitgeteilt, dass ich mir zwar mein Zimmer mit meinen Brüdern teilen müsse, aber das ich das Bett bekommen würde. Eigentlich sollte das ja kein Problem sein, aber in den Nächten veranstalteten meine Brüder so ein Schnarchkonzert, dass ich aufgewacht bin und erstmal nichtmehr einschlafen konnte. Am nächsten Morgen wurden wir wie immer zum Frühstück geweckt und aus irgendeinem Grund stand deutsche Geschichte auf dem Morgenprogramm. Aber was mich gewundert hat, war, dass meine paes erstaunlich viel wussten. Dafür, dass ich schonmal gefragt wurde, ob ich unseren Bundeskanzler Hitler denn mögen würde, war ich stolz auf meine Familie. Dannach fuhren wir quer durch Salvador und ein paar Ecken kamen mir schon bekannt vor wie zum Beispiel diese Kirche:
Die ganzen Bänder haben Touristen gebunden, mit drei Knoten und drei Wünschen sind sie befestigt. Und wenn sich das Band löst gehen die Wünsche in Erfüllung.
Wir fuhren weiter zu einem riesigem Einkaufszentrum "Shopping Salvador", das so riesig war, dass mein pai spottete, dass an einem Tag mehr Leute das Zentrum besuchen, als meine Stadt Einwohner hat. Zwar war das als Witz gesagt, aber da dieser Tag der Tag der Kinder war, vermute ich, dass ganz Schüttorf zweimal hätte rein und rausspazieren können. Das Shopping hatte einen bestimmten Sinn: Ein vornehmendes Kleid für meine mae und ehrlich gesagt, hätte ich den Vertretern des männlichenGeschlechtes etwas mehr Ausdauer zugetraut. Und ganz ohne Witz, ich hatte etwas mitleid mit meiner mae, da sie mir sagte, dass es immer so wäre. Aber als Strafe für ihre Ungeduld rächte sie sich mit dem Kauf von Anzügen an ihnen.
Am nächsten tag gab es Churrasco mit der gesamten Familie aus Salvador. Churrasco ist eine Art Grillen, allerdings wird nicht für jeden sein eigenes Steak gegrillt, sondern ein riesiger Fleischklotz. Mit diesem Klotz von Fleisch wir dann von Teller zu Teller gelaufen und wenn man diese Sorte Fleisch möchte, wird ein Stück frisch auf deinen Teller geschnitten. Da die gesamte Familie meines pais uns besuchem würde bereiteten meine mae und ich Beilagen vor. Wir machten ein Brot, was mit einem Dip bestrichen gebacken wurde. Der Dip bestand aus 300 g Mayonaise, 2-3 EL Butter mit Salz und Knoblauch. Wie war das nochmal mit dem Fitnessstudio?
Am letzten Tag fuhren wir nochmal in das Einkaufszentrum, welches übrigens das größte in Lateinamerika ist. Und es ist schon fast verrückt, denn beinahe hätte ich schreiben können, dass wir es mir einem neuem Hund verlassen haben. Am letzten Abend gab es Straganoff , was mich an meine deutschen Großeltern hat denken lassen, denn immer wenn sie Weihnachten kommen, wird Stroganoff gegessen. Vielleicht würden wir Weihnachten dieses Jahr auch hier verbringen, auf einem Tisch stand noc hein kleiner Fakeplastiktannenbaum mit Kunstschnee vom letzen Jahr.
Dann ging es am nächsten tag wieder zurück und obwohl der Großteil der Fahrt aus Stau bestand, ging sie mit etwas schlaf recht schnell vorbei.
Ich freue mich schon, wenn ich das nächste Mal herkommen kann und ehrlichgesagt, hat mich dieses Wochenende noch näher mit meiner Familie gebracht.
Freitag, 27. September 2013
Austausch heißt Unterschiede
Während der Zeit, die ich hier schon
verbracht habe, sind mir so einige Unterschiede aufgefallen, die ich
euch nun versuchen werde zu beschreiben:
- Zur Begrüßung gibt es kein einfaches „Hi“, sondern ein strahlendes „Oi!“, welches noch eine herzhafte Umarmung beinhaltet und worauf noch zwei beijos (Küsschen) folgen. (Die Verabschiedung findet ziemlich ähnlich statt, nur, dass das „Oi!“ durch ein „Tchau!“ ersetzt wird.)
- Brasilianer mögen es, wenn du redest, aber noch lieber reden sie selber. Und sie reden nicht nur mit ihrem Mund und ihrer Stimme, sondern mit ihrem ganzem Körper. Und nein, sie fuchteln nicht nur mit ihren Armen herum, sondern hier ist es nichts ungewöhnliches, wenn vor allem ältere Leute während sie mit dir reden, auf einmal einfach ins Gesicht fassen.
- Schule! Nicht nur, dass hier in den Pausen kleine Feiern geschmissen werden, nein, auch der Unterricht ähnelt einer Orgie. Zwar hat jeder Schüler einen Einzeltisch, aber dies heißt nicht, dass man nicht reden kann, sondern, dass man lauter reden muss, damit man auch wirklich verstanden wird.Die Schule geht von 7.20 Uhr bis 12.30 oder 11.35, also für mich: Eine Stunde früher aufstehen, als ich es von Deutschland gewohnt bin. Außerdem hat die gesamte Schule zur selben Zeit Schluss, das heißt, dass vor der Schule gefühlte 1000 hupende Autos warten.

Meine Klasse
- Damit wären wir beim Autofahren. Herje, wo soll ich da anfangen? Vielleicht bei den Straßen? Die sind überwiegend nicht so gut wie in Deutschland, etwas löchriger. Und da so gut wie alle Brasilianer mit der Geschwindigkeit von Vettel fahren, gibt es viele Hügel auf den Straßen. Aber nicht solche, wie ihr sie kennt, sie sind kleiner und steiler. Man muss so langsam und vorsichtig über sie fahren, dass neben ihnen Stände aufgebaut sind.Kommen wir nun zum Hupen, Wenn man in Deutschland hupt, drehen sich alle Leute um, weil schon etwas sehr grenzwertiges passieren muss. Aber hier hupt man so ziemlich immer: Zur Begrüßung, wenn irgendwo ein Auto etwas auf der Straße steht, wenn jemand zu langsam fährt und sonst auch einfach so. Ach ja und hier kann es vorkommen, dass man von 3 Autos gleichzeitig überholt wird, nicht hintereinander.
- Das Essen: Zum Frühstück gibt es frische Früchte oder gekochte Banane mit Butter und einen Vitaminshake, zum Mittagessen gibt es jeden Tag Reis mit Bohnen, dazu noch mindestens ein anderes weiteres Essen zur Auswahl. Am Abend gibt es Kuchen mit Käse (!) und ausschließlich Weißbrot. Außerdem wird gerne exotisch gegessen. Ich kann euch ehrlich nicht sagen, aus was es besteht, denn es ist undefinierbar. Letzte Woche haben wir am Strand Krabben gegessen, aber die musste man sich quasi noch komplett fertig machen. Man bekam einfach eine gekochte Krabbe auf seinen Teller, die einen noch mit großen Augen anguckte. Dann musst man mit Handarbeit die Schale aufschlagen und dann konnte man ein Messerspitzelchen Fleisch finden. Ehrlich gesagt, war es für mich zu viel Aufwand für zu wenig Fleisch. Zum Trinken gibt es am Strand immer Kokoswasser oder „suco“ (Saft), welcher jedes Mal frisch gemischt wird.
Acaraje

Kokoswasser - Fernsehen! Ganz davon abgesehen, dass man gier sehr sehr sehr viel fern sieht, ist das witzigste die Werbung in den Shows. Nein, es wird kein extra Spot eingeblendet, sondern man stellt die Werbeprodukte auf einen Tisch und eine Frau präsentiert und probiert das Produkt mit einem riesigen lächeln im Gesicht. Und danach bekommt das gesamt Publikum zum Beispiel einen Keks, den dann alle gemeinsam essen dürfen.
- Das Wetter ist komplett anders. Gleich ist zwar, dass es hier offiziell vier Jahreszeiten gibt, aber gefühlt ist es für mich ein langer Sommer. Aus dem deutschem Sommer bin ich in den brasilianischen Winter gereist und der Winter war wärmer als der Sommer.
Brasilianischer Winter Dies waren natürlich nur ein paar Unterschiede, es gibt noch viel mehr, aber die kann ich nicht alle aufzählen. Dies waren nur die größten Unterschiede, aber auch wegen all den kleinen Unterschieden liebe ich meinen Austausch.
Montag, 9. September 2013
Ein Monat in Brasilien
Meine letzte Geschichte in diesem Blog ist nun genau einen Monat her.
Und ehrlich gesagt, kommt es mir so vor, als wäre es erst gestern
gewesen. Aber wenn ich dann dran denke, was ich alles in diesem einem
Monat alles erlebt habe, hätte es auch ein Jahr sein können.
Alles ist schon zum Alltag geworden, aber zu einem Besonderem. Wenn ich jetzt morgens aufwache, bin ich nicht mehr kurz verwirrt, wo ich denn wäre. Die Papierstückchen auf Gegenständen mit der entsprechenden Vokabel, die meine mãe für mich überall im Haus verteilt hat, brauche ich kaum noch zu lesen, da ich sie fast alle schon kenne. Der tägliche Reis oder der tägliche Frühstücksfrüchteshake, Filme auf portugisich, frisch gemacht Säfte und die verschiedensten und exotischsten (Meeres-)Früchte; alles gehört dazu. Wenn ich jetzt Pizza essen gehe und mir blind eine Pizza bestelle, wundere ich mich nicht mehr, wenn Bananen oder Schokolade auf meiner Pizza landen. Ich wundere mich ebenfalls nicht, wenn die Schüler in den Pausen anfangen Musik zu machen oder wenn einfach alle im Auto singen (nicht unbedingt das gleiche Lied).
Aber dennoch ist es für mich immer noch etwas besonderes, wenn wir zum Strand gehen. Nicht weil wir es so selten tun, sondern weil es für mich so seltsam ist das Meer als Alltag zu sehen. Ich liebe es Kokoswasser aus frisch geschlagenen Kokosnüssen zu trinken oder im Meer zu baden. Und ja, ich habe bereits meine ersten Surfversuche gewagt, aber ich bin vielleicht nicht unbedingt begabt. Aber ich habe ja noch etwas Zeit hier um es zu lernen.
Achja, die Brasilianer mögen es zu feiern. An meinem ersten Schultag versammelte sich die gesamt Schule in eine Art Hof und tanzten zur Musik des DJs. Und nun, anlässlich des Unabhängigkeitstages wurde das ganze wiederholt. Außerdem gab es eine Parade und als sie an unserer Schule vorbei zog, durften wir sie angucken.
In diesem Monat habe ich bereits meine erste Reise gemacht. Mit 26 anderen Austauschschülern aus Amerika, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Kanada, Mexiko, Österreich, Polen, Slowenien und Taiwan traf ich mich in Salvador, einer wunderschönen Stadt.
Wir besichtigen die Stadt und liefen uns die Füße wund. Wir gingen zum Strand, sahen Schildkröten und beobachteten Waale. Der Trip war viel zu schnell vorbei, aber ich freue ich schon auf ein Wiedersehen bei den Reisen durch Brasilien.
Allens in allem kann ich sagen, dass dieser Monat der Wahnsinn war und ich freue mich schon sehr auf den kommende.Welche Abenteuer dieser wohl mit sich bringt?
![]() |
| Interact Meeting |
Alles ist schon zum Alltag geworden, aber zu einem Besonderem. Wenn ich jetzt morgens aufwache, bin ich nicht mehr kurz verwirrt, wo ich denn wäre. Die Papierstückchen auf Gegenständen mit der entsprechenden Vokabel, die meine mãe für mich überall im Haus verteilt hat, brauche ich kaum noch zu lesen, da ich sie fast alle schon kenne. Der tägliche Reis oder der tägliche Frühstücksfrüchteshake, Filme auf portugisich, frisch gemacht Säfte und die verschiedensten und exotischsten (Meeres-)Früchte; alles gehört dazu. Wenn ich jetzt Pizza essen gehe und mir blind eine Pizza bestelle, wundere ich mich nicht mehr, wenn Bananen oder Schokolade auf meiner Pizza landen. Ich wundere mich ebenfalls nicht, wenn die Schüler in den Pausen anfangen Musik zu machen oder wenn einfach alle im Auto singen (nicht unbedingt das gleiche Lied).
Aber dennoch ist es für mich immer noch etwas besonderes, wenn wir zum Strand gehen. Nicht weil wir es so selten tun, sondern weil es für mich so seltsam ist das Meer als Alltag zu sehen. Ich liebe es Kokoswasser aus frisch geschlagenen Kokosnüssen zu trinken oder im Meer zu baden. Und ja, ich habe bereits meine ersten Surfversuche gewagt, aber ich bin vielleicht nicht unbedingt begabt. Aber ich habe ja noch etwas Zeit hier um es zu lernen.
Achja, die Brasilianer mögen es zu feiern. An meinem ersten Schultag versammelte sich die gesamt Schule in eine Art Hof und tanzten zur Musik des DJs. Und nun, anlässlich des Unabhängigkeitstages wurde das ganze wiederholt. Außerdem gab es eine Parade und als sie an unserer Schule vorbei zog, durften wir sie angucken.
In diesem Monat habe ich bereits meine erste Reise gemacht. Mit 26 anderen Austauschschülern aus Amerika, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Kanada, Mexiko, Österreich, Polen, Slowenien und Taiwan traf ich mich in Salvador, einer wunderschönen Stadt.
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| Unsere Truppe von Austauschschülern |
Wir besichtigen die Stadt und liefen uns die Füße wund. Wir gingen zum Strand, sahen Schildkröten und beobachteten Waale. Der Trip war viel zu schnell vorbei, aber ich freue ich schon auf ein Wiedersehen bei den Reisen durch Brasilien.
| Whalewatching |
| Crêpes machen mit Solenn, meinem Bruder Rodrigo und meinem Bruder Lucas |
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| Besichtigung einer Kakaoplantage |
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| Unabhängigkeitswandern im Regen |
Allens in allem kann ich sagen, dass dieser Monat der Wahnsinn war und ich freue mich schon sehr auf den kommende.Welche Abenteuer dieser wohl mit sich bringt?
Freitag, 30. August 2013
Wie es weiter ging
Die Zeit verging wie im Flug. Alles
musste erledigt werden, sich von allen verabschieden, den Koffer
versuchen zu schließen, ihn dennoch dreimal ein und ausräumen, da
man auch nicht zu viel Übergepäck haben sollte. Aber am Ende habe
ich es doch geschafft, ohne etwas zu vergessen, ihn zu zu bekommen.
Und Zack war ich auf einmal bereit für meinen Flug.
Ein paar Tage vor meinen Abflug zog ich
aus meinem Zimmer aus, damit meine Gastschwester, Kendal, aus
Amerika in ihr Zimmer einziehen konnte. Und dann nach ein paar Tagen,
die wir gemeinsam verbrachten konnten, war mein letzter Tag in
Deutschland und ihr erster Tag in ihrer neuen Schule gekommen.
| Am Flughafen |
| An unserer Hello/- Goodbye Party |
![]() |
| Ihr erster Schultag und mein letzter Tag in Deutschland |
Ich fuhr noch einmal in die Schule und
verabschiedete mich von all meinen Freunden, aber viel Zeit blieb nicht,
denn ich musste mich auch schon auf den Weg nach Frankfurt zu,
Flughafen machen.
Am Flughafen wurden noch die letzten
Sachen gekauft und mit aller Kraft ins Handgepäck gequetscht. Es war
mir zwar ein Rätsel wie ich mein Handgepäck später in das Fach
über die Sitze bringen sollte, aber was ich noch gebraucht habe,
musste noch rein.
Nachdem ich mich von meinen Eltern und
Kendal verabschiedet hatte, traf ich schon die ersten anderen
Austauschschüler. Wir würden alle gemeinsam nach
São Paulo fliegen, was den langen Flug um einiges verschönerte!
Alles lief Glatt, von wegen Übergepäck und Orientierung, bis zur Sicherheitskontrolle. Etwas war nicht in Ordnung, und ich hatte zwei Vermutungen: 1. Mein Koffer ist zu schwer mit ca. 14 kg antstatt 7 oder 2. Sie nehmen mir meine Gastgeschenke weg, die aus Schokolade bestehen. Aber nein, keines der beiden war der Fall. Was ihnen mysteriös
und sehr gefährlich vorkam war mein Klarinettenständer. Aber dann
nach ein paar Tests durften ich ihn doch behalten.
Mein Flug bestand nicht größten Teils aus Schlafen, sondern eher daraus, eine geeignete Schlafposition zu finden. Aber nach 12 Stunden flug kamen wir gut in São
Paulo an und wir Austauschschüler mussten uns trennen und auf eigemer Faust den riesigen Flugahfen managen.
Ehrlich gesagt glaube ich, dass dies ein Test von Rotary war, aber ich will nicht wissen, was passiert wäre, wenn ich diesen Test nicht bestanden hätte.
Als
ich dann von nach São
Paulo nach Ilhéus flog, merkte ich schon, dass ich in Brasilien war.
Neben mir saß ein älterer Herr, der munter mit mir redet, selbst
als ich ihm mitteilte, dass ich nicht besonders gut portugiesisch
reden würde, aber das störte ihn jetzt nicht besonders und redete
einfach munter weiter.
Als
ich Ausstieg und meinen Koffer abgeholt hatte, sah ich meine neue
Familie.
![]() |
| Mein kleiner Bruder, mein Bruder der nach Taiwan geht, meine mãe, ich, mein pai, eine Freundin und mein großer Bruder |
Und noch weitere Freunde, die mich alle herzlichst empfingen.
Montag, 26. August 2013
Wie alles angefangen hat
Alles fing damit an, dass wir im Stau
standen. Meine Mama und ich saßen im Auto und fuhren eigentlich zu
meinem Bewerbungsgespräch nach Neuenhaus, - eigentlich! Aber Murphys
Gesetz wollte es mal wieder anders! Wenn es nicht nach vorn und nicht
nach hinten geht, da kann man ja nur noch nach links oder nach
rechts. Also entschieden wir uns einen Schleichweg zu nehmen, der
dann aber doch sehr verschlichen war, und wir irgendwann mitten im
Wald standen. „War ja klar, dass etwas passieren muss, ich bin ja
nicht schon aufgeregt genug!“ Dennoch schafften wir es irgendwie
uns durchzuwursteln und kamen doch noch pünktlich eine Minute zu
früh an. „Glück gehabt!“
Das Gespräch war sehr angenehm und locker. Mir wurden viele Fragen gestellt, aber mehr über meine Beweggründe als eine Abfrage. Kurz für euch: Ich möchte diesen Austausch machen, um neue Leute kennen zu lernen. Nicht nur Leute aus meinem zukünftigen Gastland, sondern auch all die anderen tollen Austauschschüler aus aller Welt. Außerdem möchte ich eine neue Kultur kennen lernen. Ich möchte erleben, wie der Alltag in einem anderen Land ist, ich möchte erfahren, wie Traditionen gefeiert werden. Ich möchte reisen, Spaß haben, Freunde finden und nach diesem Jahr sagen: Das war das schönste Jahr meines Lebens!
Nach dem Bewerbungsgespräch war ich ziemlich erleichtert, aber trotzdem noch aufgeregt. Trauen sie mir zu in ein fremdes Land zu gehen und Deutschland zu repräsentieren? Werde ich diese großartige Chance bekommen?
Das Gespräch war sehr angenehm und locker. Mir wurden viele Fragen gestellt, aber mehr über meine Beweggründe als eine Abfrage. Kurz für euch: Ich möchte diesen Austausch machen, um neue Leute kennen zu lernen. Nicht nur Leute aus meinem zukünftigen Gastland, sondern auch all die anderen tollen Austauschschüler aus aller Welt. Außerdem möchte ich eine neue Kultur kennen lernen. Ich möchte erleben, wie der Alltag in einem anderen Land ist, ich möchte erfahren, wie Traditionen gefeiert werden. Ich möchte reisen, Spaß haben, Freunde finden und nach diesem Jahr sagen: Das war das schönste Jahr meines Lebens!
Nach dem Bewerbungsgespräch war ich ziemlich erleichtert, aber trotzdem noch aufgeregt. Trauen sie mir zu in ein fremdes Land zu gehen und Deutschland zu repräsentieren? Werde ich diese großartige Chance bekommen?
Und ja, ich bekam sie. Die Zeit verging auf einmal wie im Flug. Meine Zusage zum Austausch, meine Zusage nach Brasilien und die Nachricht von meiner Familie.
An meine erste Zusage
kann ich mich noch sehr gut erinnern: Am 18 Juni 2012, bekam ich die
E-Mail. Ich wusste nicht ob ich sie öffnen sollte, was wenn es eine
Absage ist? Was wenn ich in ein paar Sekunden erfahre, dass ich nicht
fahren darf? E-Mail öffnen.
An
dieser Stelle würde ich euch gerne erzählen, was nun in der E-Mail
stand, aber ich weiß es nicht mehr so genau. Ich kam nur über die
ersten zwei Sätze, da überkamen mich vor lauter Freude die Tränen!
Ich würde die großartige Chance bekommen!
Meine zweite Zusage
stand zuerst ziemlich auf der Kippe, denn es wollten zu viele Leute
nach Brasilien, und nicht alle diese Chance bekommen konnten. Es war
der 24.11.2012: Nach zwei Orientations, wie man sie bei Rotay nennt,
in denen es um unsere Vorbereitung für den Austausch ging, wurden
wir den Ländern zugeteilt. Mein Wunschland war Brasilien, aber schon
ein paar Wochen vor der Orientation, wo sie uns die Länder mitteilen
wollen, bekamen alle Kandidaten, die Brasilien als Erstwunschland
angegeben hatten, E-Mails, das leider nicht alle nach Brasilien
fliegen können, da wir zu viele wären. Dies besänftigte mich nicht
gerade, als die Länder nach der Namensliste vorgelesen wurde. Alle
Austauschschüler saßen gespannt auf dem Boden. An die Wände hatte
man Zettel aufgehängt, auf denen die Ländernamen standen, so
konnten sich gleich alle Austauschschüler, die in das selbe Land
gehen sich zusammen freuen.
Ich erinnere mich
noch ganz genau an meinen Aufruf. „Csilla Klement?“ - „Hier!“
Im Hintergrund lief das Lied „Gustavo Lima – Balada Boa“.
„Kennst du das Lied?“ - „JAA!“ - „Da kommst du auch hin!“
![]() |
| Alle Austauschschüler aus meinem Distrikt 1850 |
Meine dritte und
letzte Zusage bekam ich von meinem Gastbruder, und meine Freude
kannte keine Grenzen! Ich kam von der Schule, 23.04.2013, machte
meinen Laptop an, und da war diese wunderschöne Nachricht!
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