Montag, 26. August 2013

Wie alles angefangen hat

Alles fing damit an, dass wir im Stau standen. Meine Mama und ich saßen im Auto und fuhren eigentlich zu meinem Bewerbungsgespräch nach Neuenhaus, - eigentlich! Aber Murphys Gesetz wollte es mal wieder anders! Wenn es nicht nach vorn und nicht nach hinten geht, da kann man ja nur noch nach links oder nach rechts. Also entschieden wir uns einen Schleichweg zu nehmen, der dann aber doch sehr verschlichen war, und wir irgendwann mitten im Wald standen. „War ja klar, dass etwas passieren muss, ich bin ja nicht schon aufgeregt genug!“ Dennoch schafften wir es irgendwie uns durchzuwursteln und kamen doch noch pünktlich eine Minute zu früh an. „Glück gehabt!“
Das Gespräch war sehr angenehm und locker. Mir wurden viele Fragen gestellt, aber mehr über meine Beweggründe als eine Abfrage. Kurz für euch: Ich möchte diesen Austausch machen, um neue Leute kennen zu lernen. Nicht nur Leute aus meinem zukünftigen Gastland, sondern auch all die anderen tollen Austauschschüler aus aller Welt. Außerdem möchte ich eine neue Kultur kennen lernen. Ich möchte erleben, wie der Alltag in einem anderen Land ist, ich möchte erfahren, wie Traditionen gefeiert werden. Ich möchte reisen, Spaß haben, Freunde finden und nach diesem Jahr sagen: Das war das schönste Jahr meines Lebens!
Nach dem Bewerbungsgespräch war ich ziemlich erleichtert, aber trotzdem noch aufgeregt. Trauen sie mir zu in ein fremdes Land zu gehen und Deutschland zu repräsentieren? Werde ich diese großartige Chance bekommen? 


Und ja, ich bekam sie. Die Zeit verging auf einmal wie im Flug. Meine Zusage zum Austausch, meine Zusage nach Brasilien und die Nachricht von meiner Familie.

An meine erste Zusage kann ich mich noch sehr gut erinnern: Am 18 Juni 2012, bekam ich die E-Mail. Ich wusste nicht ob ich sie öffnen sollte, was wenn es eine Absage ist? Was wenn ich in ein paar Sekunden erfahre, dass ich nicht fahren darf? E-Mail öffnen.
An dieser Stelle würde ich euch gerne erzählen, was nun in der E-Mail stand, aber ich weiß es nicht mehr so genau. Ich kam nur über die ersten zwei Sätze, da überkamen mich vor lauter Freude die Tränen! Ich würde die großartige Chance bekommen!

Meine zweite Zusage stand zuerst ziemlich auf der Kippe, denn es wollten zu viele Leute nach Brasilien, und nicht alle diese Chance bekommen konnten. Es war der 24.11.2012: Nach zwei Orientations, wie man sie bei Rotay nennt, in denen es um unsere Vorbereitung für den Austausch ging, wurden wir den Ländern zugeteilt. Mein Wunschland war Brasilien, aber schon ein paar Wochen vor der Orientation, wo sie uns die Länder mitteilen wollen, bekamen alle Kandidaten, die Brasilien als Erstwunschland angegeben hatten, E-Mails, das leider nicht alle nach Brasilien fliegen können, da wir zu viele wären. Dies besänftigte mich nicht gerade, als die Länder nach der Namensliste vorgelesen wurde. Alle Austauschschüler saßen gespannt auf dem Boden. An die Wände hatte man Zettel aufgehängt, auf denen die Ländernamen standen, so konnten sich gleich alle Austauschschüler, die in das selbe Land gehen sich zusammen freuen.
Ich erinnere mich noch ganz genau an meinen Aufruf. „Csilla Klement?“ - „Hier!“ Im Hintergrund lief das Lied „Gustavo Lima – Balada Boa“. „Kennst du das Lied?“ - „JAA!“ - „Da kommst du auch hin!“

Alle Austauschschüler aus meinem Distrikt 1850


Meine dritte und letzte Zusage bekam ich von meinem Gastbruder, und meine Freude kannte keine Grenzen! Ich kam von der Schule, 23.04.2013, machte meinen Laptop an, und da war diese wunderschöne Nachricht!

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