Dienstag, 11. März 2014

Salvador meu amor da Bahia

„Bora no Carneval“ - Freitag der 28.02.2014



48 Stunden vorher wusste ich nicht einmal, dass ich überhaupt ein Abenteuer erleben würde, aber es wurde zu einem der größten Erlebnisse in meinem Austausch.


Mein erster Gastbruder, sein Kumpel und ehh mein Gastpapi


Musik, Tanz, Hitze, Bass, Gustavo Lima, Austauschschüler, Lepo Lepo, wunde Füße, wenig Schlaf, dem Klima von Brasilien und den größten Karneval der Welt habe ich hinter mir. Und nein, der größte Karneval der Welt ist nicht in Rio de Janeiro, sondern im wunderschönen Salvador, wo es mich dieses Jahr hin verschlagen hat. Ich bin mir sicher, dass die meisten von euch jetzt an die Sambaumzüge aus Rio denken, aber der Karneval in Salvador ist ganz anders. Zuerst einmal ist er riesig groß und proppen voll und im Gegensatz zu Rio steht Samba nicht an erster Stelle.





http://www.youtube.com/watch?v=xupOVVji-xw

So eine Art von Musik lief größten Teils, und ja, die Umgebung war dieselbe. Wie man in dem Video gut sehen kann, waren die Berühmtheiten oben auf einer Art Truck und heizten die Leute an, und die Leute in den gelben T-Shirts haben diesen Truck umtanzt. Zwei Tage lang ging es für uns Austauschschüler los, jeden Tag mit einem anderem T-Shirt und einem anderem Truck. 



Mexiko, Taiwan, Slowakei, Deutschland, USA, Deutschland und Österreich
Ehrlich gesagt kann ich das gar nicht so richtig beschreiben, was ich erlebt und gesehen habe, ich kann nur sagen, dass man Brasilien nicht in Worte oder in Bilder fassen kann, es ist ein Gefühl. Und wenn dann in Brasilien noch so verrückte Austauschschüler sind, wie kann dann ein Karneval nicht perfekt sein? Es war die wohl größte meine Feier meines Lebens und ich weiß nur, dass ich eines Tages zurück gehen werde. 





 Und damit ihr euch mal die ganze Masse an Menschen vorstellen könnt hier ein Bild von euch, dass von einem Hochhaus gemacht wurde:




Aber es gibt natürlich nicht nur diese Art von Karneval für die, meine Omi würde "Junge Hüpfer" sagen, sondern auch ganz viele kleine Karnevals durch die Straße. Und zu denen bin ich an meinem letzten Abend in Salvador mir meiner ersten Gastfamilie gegangen. Wir liefen zu einem Restaurant und schon auf dem Weg zu ihm begegneten uns bestimmt 5 kleine Karnevalsumzüge, die man wegen der Trommeln schon aus 1 km Entfernung hören konnte. Aber wir trafen nicht nur auf Karnevalsumzüge sondern auch auf eine Polizeiketten, denn Karneval ist schon ein wenig riskant im Lande Brasilien. Aber selbst wenn einmal eine Schlägerei entstand, dauerte es keine 10 Sekunden und die Situation wurde bereits von der Polizei geklärt.

Von dem kleinem Restaurant aus sahen wir allerhand Umzüge, die tanzend auf eine kleine Bühne liefen, circa 10 Minuten Musik machten und dannach von den nächsten abgelöst wurden. Einfach alles an diesem Wochenende hat mich verändert, und nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich habe ich mich verändert. Meine Gasteltern erzählten ganz stolz: "Csilla ist keine deutsche mehr, sie ist jetzt bahianerin" Und ja, hier ist der Beweis:






Achja und keine Sorge, der Hippie neben mir ist niemand anderes als mein Gastpapa! Er genießt Kokoswasser und ich verkaufe Acarajé, eines der berühmtesten Essen hier in Bahia. So berühmt, dass mir jeder, den ich neu treffe dies als eine der ersten Fragen stellt, ob ich es schon gegessen hätte und es mögen würde. Mittlerweile nach sieben Monaten sind diese Fragen eigentlich überflüssig, man sollte mich besser fragen, wie ich in Deutschland ohne es auskommen werde..
 









So eine Sache will ich noch loswerden, was ich dieses Wochenende erlebt habe: Was hat man so in Deutschland normalerweise als Haustier? Vielleicht ein Hund oder eine Katze, vielleicht sogar mal einen Hamster, aber mein Onkel hier in Brasilien, nunja, hat da die brasilianische Variante von Haustieren im Angebot. So ist es dazu gekommen, dass ich dieses Wochenende zum ersten mal in meinem Leben eine Schildkröte (eine spezielle Art, welche an Land lebt) hochheben durfte..



 Und einen Papageien fütterte..



Und als es dann wieder auf den nachhause weg ging, wollte ich ehrlich gesagt gar nicht weg, aber das nächste Abenteuer klopfte schon wieder an meiner Tür.. dazu bald mehr!

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