Unsere Reise wurde von ehemaligen Austauschschülern auf den Namen "Viagem Dos Sonhos" - "Reise der Träume" getauft. Und ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich nach meiner ersten Nacht in meinem brasilianischem Zuhause zweimal nachdenken musste, ob es wirklich alles ein Traum war oder ob ich all diese wunderschönen Sachen tatsächlich erlebt habe. Aber neben meinem Bett stand noch der voll gepackte Koffer, welcher mit lauter neuen Erinnerungen gefüllt war, auf meinem Laptop fand ich all die unbeschreiblichen Fotos und dank durch mein Handy fand ich lauter Nachrichten von neuen Freunden aus aller Welt.
In dem vergangenem Monat habe ich so viele Dinge erlebt, die sich nur so schwer in Worte fassen lassen, deswegen habe ich beschlossen euch all meine Abenteuer in kleinen Abschnitten zu beschreiben.
Wenn ich jetzt zurück denke an diese wunderschöne Zeit, kommt es mir so vor als ob es schon ewig lange her wäre, obwohl die Zeit so schnell vergangen ist.
Für mich ging es von Ilhéus aus nach Sao Paulo:
In Sao Paulo fing schon mein erstes kleines Abenteuer an: Bei meiner letzten Reise nach Pantanal wurden wir von einer Frau unserer Reiseorganisation abgeholt und zusammen zum Hotel gefahren. Deswegen bin ich davon ausgegangen, dass es diesmal genauso ist. Aber als ich mit Herzklopfen aus dem Ausgang lief, war niemand weit und breit zu sehen, der Interesse daran haben könnte einsame Austauschschüler aufzupicken. Also lief ich ein wenig alleine durch die Gegend, in der Hoffnung, nunja, eigentlich hatte ich keine Ahnung worauf ich hoffte, da kam ein junger Mann auf mich zu und sprach mich an (Ich trug mein Rotary-Shirt): "Are you an exchaneg studen?" -"Yes!" - "Are you from Rotary?" - "Yes!" - "Are you lost?" - "Yes!" Dann erklärte er mir, dass sein Vater der Rotarypräsident von dem Distrikt Sao Paulo wäre und er dadrüben im Café sitzt. Also lief ich munter mit ihm mit und erzählte der Kleinfamilie mein Problemchen, die gerade auf ihren Sohn warteten, der aus Belgien zurück kommen würde. Nachdem ich meine Geschichte fertig erzählt hatte, bat der Vater mich ein bisschen zu warten und ging kurz telefonieren. Nachdem ich auf einen Café, ein Wochenende in Sao Paulo und eine Shoppingtour eingeladen wurde, stand plötzlich der Vater wieder neben mir mit einem Mann unserer Reiseorganisation (BeloBrasil). Also wenn ich eines gelernt habe, Kontakte sind alles und ein Dank, dass Brasilianer so offen sind.
In Sao Paulo war aber nur das erste kleine Treffen, wir blieben nur eine Nacht in Sao Paulo und am nächsten Tag brachen wir auf nach Brasilia:
Brasilia ist die dritte Hauptstadt Brasiliens und die viertgrößte Stadt Brasiliens. Brasilia wurde als Hauptstadt gebaut, wenn man euch den Plan genau ansieht, erkennt man, dass Brasilia die Form eines Flugzeuges hat. Es gibt keine Straßennamen, nur Blocks, welches die Fahrten in der Stadt selber nicht gerade erleichtert hat.
Brasilia ist eine wunderschöne Stadt, aber trotzdem habe ich mich nicht unbedingt wohl gefühlt, ich kam mir vor wie in dem Film "TruemanShow", da ich das Gefühl hatte, dass jeder Baum und jede Blume genau dort steht um ein Teil der Hauptstadt Brasiliens zu sein.
In der Stadt Brasilia verbrachten wir nur einen Tag und verbrachten diesen mit einer langen Citytour.
| Kathedrale von Brasília |
| Congresso National |
| Esplanada dos ministerios |
Unsere Gruppe hat es geschafft diesen netten Herren auf dem Bild zum Lachen zu bringen. Unser Betreuer meinte, dass wir die erste Gruppe von Austauschschüler sind, die dies geschafft haben. Wie wir dies allerdings geschafft haben ist ein Geheimnis. Ich kann nur empfehlen es selber auszuprobieren.
| Tempel des Guten Willens (Eines der sieben Weltwunder) |
Am sechsten Januar ging es weiter nach Lencois, wo wir uns die Füße wund liefen, wo unser Tourguide uns eine Geschichte so genau nacherzählen wollte, dass er einen Berg heruntersprang und wo wir unsere erste Tanzstunde hatten und noch vieles weitere erlebten, aber dazu bald mehr.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen